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Weltliteraturforschung

Nobelpreis für Literatur: Alle asiatischen Preisträger und ihre wichtigsten Werke

Asien hat einige der berühmtesten und bedeutendsten Nobelpreisträger für Literatur hervorgebracht — Schriftsteller, die nicht nur den weltweit renommiertesten Literaturpreis gewonnen, sondern auch das Verständnis von Weltliteratur selbst neu geprägt haben.

Rabindranath Tagore (1913): Der Erste

Rabindranath Tagore war der erste Nicht-Europäer, der den Nobelpreis für Literatur gewann. Sein Einfluss auf die indische Kultur ist mit dem Shakespeares auf die englische vergleichbar.

Yasunari Kawabata (1968): Japans Erster

Yasunari Kawabata wurde 1968 Japans erster Literaturnobelpreisträger. Seine Romane sind in ihrer Verdichtung und Präzision haiku-artig.

Kenzaburo Oe (1994): Der Konfrontation mit der Geschichte

Kenzaburo Oe erhielt 1994 den Nobelpreis. Seine autobiografische Fiktion konfrontiert Japans Kriegsgeschichte und das Trauma von Hiroshima mit schonungsloser Ehrlichkeit.

Gao Xingjian (2000): Chinas Dissidenten-Stimme

Der in China geborene französische Staatsbürger Gao Xingjian gewann den Nobelpreis im Jahr 2000. Sein Werk bleibt in China verboten. Sein Roman Seele Berg (1990) ist ein einzigartiges Meisterwerk.

Mo Yan (2012): Die epische Stimme des ländlichen Chinas

Mo Yan gewann 2012 für Werke, die "Volksmärchen, Geschichte und Gegenwart verbinden" — speziell seine Roter Sorghum-Romane über das von Japan besetzte Shandong.

Kazuo Ishiguro (2017): Asiatische Wurzeln, englische Stimme

Kazuo Ishiguro wurde in Nagasaki geboren und zog im Alter von fünf Jahren nach England. Er schreibt auf Englisch und schöpft sowohl aus japanischer Zurückhaltung als auch aus englischer Untertreibung.

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